Die Geschichte des Drain Mansion
Woher das Haus kommt, warum es dich drinnen haben will und was die zwei Enden über die Sukkuben verraten, die hier das Sagen haben.
Drain Mansion beginnt mit einer einfachen, unheimlichen Prämisse. Eines Tages erscheint ein mysteriöses Herrenhaus im Wald am Stadtrand. Niemand hat es gebaut, niemand hat es kommen sehen, und doch steht es da zwischen den Bäumen, Fenster dunkel, Haustür einen Spalt offen. Aus Neugier gehst du nachsehen. Das ist das Letzte, woran du dich klar erinnerst.
Aufwachen im Inneren
Du verlierst fast in dem Moment das Bewusstsein, in dem du die Schwelle überquerst. Als du aufwachst, bist du allein in einem fremden Raum, tief im Gebäude. Deine Erinnerung an das, was passiert ist, ist weg, der Weg zurück ist nicht offensichtlich, und die einzige Möglichkeit ist die, die jeder hätte: einen Ausgang suchen und versuchen, diesen Ort lebend zu verlassen.
Das ist die komplette Einleitung, und das Spiel verschwendet danach keine Sekunde mit Erklärungen. Jeder Raum, den du betrittst, ist ein neues Problem. Abgeschlossene Türen, Böden, die nachgeben, Schalter ohne Hebel, und irgendwo im Dunkeln wissen die Bewohnerinnen des Hauses bereits, dass eine frische Mahlzeit hereingekommen ist.
Die Bewohnerinnen des Hauses
Das Gebäude ist nicht leer. Sukkuben patrouillieren durch die Korridore, Dämonen lauern in Schränken und Kellern, und seltsamere Dinge treiben sich in den unteren Etagen herum. Sie wollen dir nicht wehtun, wie du vielleicht denkst. Sie wollen dich fangen, dich behalten und sich nach und nach von deiner Lebenskraft ernähren. Das Spiel macht den Einsatz von der ersten Szene an klar: Gib der Versuchung nach, und du wirst Sukkuben-Futter.
Hier treffen Horror und Fantasie aufeinander. Das Haus ist ein Horror-Schauplatz, aber seine Monster sind die klassischen verführerischen Dämoninnen der Legende, und die Begegnungen sind detailreich gezeichnet. Das Ergebnis bleibt spannend und unheimlich, ohne düster zu werden. Das Pixel-Art hält die Stimmung, die handgezeichneten Szenen wärmen sie auf, und die beiden Stile passen erstaunlich gut zusammen.
Zwei Arten, wie diese Geschichte endet
Drain Mansion hat zwei verschiedene Enden, und welches du siehst, hängt davon ab, wie du spielst. Das erste ist das ehrliche: Löse die Rätsel, entkomm den Bewohnerinnen und finde den echten Ausgang. Wenn du es schaffst, lässt du das Haus hinter dir, und der Albtraum endet mit dem Sonnenaufgang.
Das zweite Ende gehört den Sukkuben. Jede Szene, in der sie dich erwischen, ist ein Schritt auf diesem Weg, und die Hingabe an die Versuchung verändert die Geschichte so, dass sich ein zweiter Durchgang lohnt. Für Komplettierer existiert der schwere Modus vor allem, um zu beweisen, dass man alles noch einmal mit fieseren Fallen schafft.
Eine kleine Geschichte, gut erzählt
Hier gibt es kein endloses Lore, und genau das ist eine Stärke. Die ganze Erzählung passt in ein Gebäude und eine einzige Nacht, erzählt durch die Umgebung, die Szenen und ein paar Momente mit den Bewohnerinnen. Das Geheimnis, woher das Haus kam, wird nie ganz gelöst, und genau so sollten Horrorgeschichten mit ihren besten Fragen umgehen.
Wer das ganze Bild will, bekommt mit dem offiziellen Walkthrough-DLC beide Enden, alle Rätsel und alle Erfolge dokumentiert, inklusive Notizen für den schweren Modus. Das Basisspiel erzählt seine Geschichte aber auch ganz allein gut genug. Ob du durch die Haustür gehst oder zum Abendessen bleibst, liegt an dir.